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Landschaftshäuser

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Auf die baulichen Meisterwerke der ungarischen volkstümlichen Kultur haben die Freunde des bäuerlichen Lebens bereits im 19. Jahrhundert für sich entdeckt. Der Schutz der dörflichen Architekturwerte wurde jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg Wirklichkeit, 1949 wurde nämlich ein Gesetz zum Schutz dieser Bauten verabschiedet. Danach wurde der Begriff der volkstümlichen Denkmäler in den 50-er Jahren geklärt, was landesweit großräumige Erschließungsarbeiten zur Folge hatte.
Es wurde die Nationale Denkmalschutz Aufsicht ins Leben gerufen und das nationale Denkmalregister verabschiedet. Zum Schutz der volkstümlichen Denkmäler wurden zwei Methoden eingeführt, entweder werden die Gebäude nämlich in Freilichtmuseen umgesiedelt, oder vor Ort bewahrt, zum Denkmal erklärt und präsentiert. Zu den letzteren gehören die Landschaftshäuser. 1974 hat der Ministerrat entschieden, das jene, vor Ort bewahrten volkstümlichen Denkmäler, die nicht anders bewahrt werden können, in staatlichen Besitz genommen werden. Dank der als staatliche Subvention bereitgestellten 30 Millionen Forint wurden landesweit Landschaftshäuser, Dorfhäuser, Museumshäuser, Freilichtmuseen, Gedenkhäuser und historische Sammlungen gegründet, welche die Erinnerungen an das einstige bäuerliche und ländliche Leben wahren.
Ausstellungen mit verschiedenen Namen, hinter denen sich Museen mit verschiedenen Philosophien verbergen. Von den aufgezählten Begriffen gilt das Landschaftshaus in jenen Fällen, wenn wir hinsichtlich der volkstümlichen Architektur erhebliche, eventuell in als Denkmal anerkannten Gebäuden authentisch eingerichtete Wohnräume als Museen vorfinden.
In den als Denkmalgebäude eingerichteten Landschaftshäusern sind jedoch nicht nur die ausgestellten Gegenstände Teil der Ausstellung, sondern auch das Gebäude selbst ist organischer Teil des Museums. Ein „echtes” Landschaftshaus gedenkt auf einmal der vorzustellenden Epoche, beziehungsweise den baulichen Traditionen der für die Landschaft typischen gesellschaftlichen Schicht, dem alltäglichen Leben, in besonderen Fällen auch der Wirtschaft und dem gewerblichen Fachwissen.
Da sin Ungarn errichtete System der Landschaftshäuser bietet den Interessenten eine echte Zeitreise. Die in den traditionellen Gebäuden eingerichteten Wohnungsräume stellen die Veränderung der bäuerlichen Kultur von den Zeiten nach dem Ausgleich bis hin zu den 1950-er Jahren da. Hier können wir mehr über die Bräuche und unterschiedlichen Lebensstile der für die Landschaften typischen gesellschaftlichen Schichten und Nationalitäten erfahren, und bekommen Einblicke in einige längst vergessene Berufe dieser Zeit.

Landschaftshäuser im Ungarn:

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